Nintendos Wii Konsole: Revolution im Gaming-Bereich
Die neue Wii-Konsole, die im Dezember 2006 in Europa auf den Markt kam und deren Name wie das englische „we“ (wir) ausgesprochen wird, ermöglicht ein einzigartiges und unkompliziertes Spielvergnügen – unabhängig von Alter oder Erfahrung des Benutzers. Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Sony (Playstation) und Microsoft (Xbox) bei denen man vornehmlich auf erfahrene und routinierte Gamer setzt, will Nintendo mit der neuen Konsole die ganze Familie vor den Bildschirm bringen. Die einfach zu bedienende Fernbedienung (Wii-Remote) soll es auch Eltern und Großeltern ermöglichen, Spaß am Videospielen zusammen mit den Kindern zu erleben. Der Clou dabei ist, dass sich Videospiele erstmals durch natürliche Körperbewegungen steuern lassen. Im unteren Bereich dieses Textes präsentieren wir Ihnen ein 15minütiges Instruktionsvideo, auf dem die Wii-Konsole ausführlich erklärt wird (zum Video).

Wi-Fi-Connection
Mit der Wi-Fi-Connection verfügt Nintendo über einen eigenen Online-Gaming-Dienst über den Nintendo-Spieler auf der ganzen Welt ausgewählte Spiele mit- oder gegeneinander spielen können. Man kann sowohl gegen unbekannte Gamer antreten, als auch gegen Freunde online spielen. Voraussetzung für ein Match unter Freunden ist der Austausch so genannter Freundescodes. Die neue Voice-Chat-Technologie ermöglicht in manchen Spielen eine Unterhaltung über ein eingebautes DS-Mikrofon. Die neue Wii-Konsole verfügt über einen eigenen eingebauten Wi-Fi-Zugang. Alles was man noch braucht um sich online mit anderen messen zu können ist ein Breitband-Internetanschluss.
Design
Bei der neuen Nintendo-Konsole wurden qualitativ hochwertige Materialien zu einem edlen und ultra-kompakten Design verarbeitet, das in etwa die Größe von drei normalen DVD-Hüllen (übereinander) hat. Zur Konsole wird ein silbernes Gestell gehören, das das System zu einer willkommenen Komponente für jede Multimedia-Einrichtung macht, egal ob es vertikal oder horizontal platziert wird.
Technische Details
Die Wii besitzt ein äußerst robustes technisches Fundament, ohne jedoch bei der reinen Rechenleistung neue Maßstäbe zu setzen. Anstatt nur auf die Entwicklung schnellerer Hardware zu setzen konzentriert Nintendo seine Mittel lieber darauf, bahnbrechende Spielekonzepte und Bedienmöglichkeiten zu fördern. Die Spielkonsole protzt zwar nicht mit so viel Rechenkraft und hat auch nicht die hochauflösende Grafik der Sony Playstation 3 oder Microsofts Xbox 360 zu bieten - dafür soll Wii Menschen aller Altersklassen mit innovativen Spielen vor den Wohnzimmerfernseher locken.
Die technischen Spezifikationen für die Wii-Konsole:
Prozessor
Das Silikon-Herz der Wii-Konsole liefert IBM. Der Prozessor mit dem Codenamen Broadway ist eine CPU mit PowerPC-Architektur, gefertigt in einem 90nm SOI CMOS Prozess, getaktet mit 729 MHz – genau die gleiche Taktfrequenz wie die ‚alte’ Xbox.
Grafik-Chip
Die Grafikengine wird gespeist von einem ATI-GPU-Chip mit dem Codenamen Hollywood, der von Grund auf neu speziell für die Wii-Konsole entwickelt wurde. Sie taktet mit 243MHz und verfügt über insgesamt 3MB Speicher (davon entfallen je 1 MB Speicher auf Textur, Z-Buffer und Framebuffer).
Sound-Chip
Der Sound kommt von einem integrierten Dolby Pro Logic II Prozessor – also keine Veränderung gegenüber dem GameCube.
RAM-Speicher
Beim Speicher der Wii handelt es sich um einen 24MB internen 1T-SRAM und 64MB ‚externen’ 1T-SRAM sowie 512MB Flash Speicher, der über die USB 2.0 und SD-Card-Schnittstellen beliebig auch z.B. mit handelsüblichen SD-Karten aufrüstbar ist.
Laufwerk
Das interne Slot-In-Laufwerk unterstützt optische Disks im üblichen proprietären Nintendo-Format. Das sind bei der Wii 12cm-Disks und die vom GameCube bekannten 8cm-Disks mit 1,5GB Kapazität. Auf Wunsch wird es mittels Hardware-Erweiterung auch eine Möglichkeit geben, DVDs abzuspielen.
Controller
Mit einer Bluetooth-Verbindung wird die drahtlose Verbindung zwischen Controller und Konsole aufrechterhalten. Hinzu kommt bei der Nutzung der Sensorleiste auch ein optischer Datenkanal, der natürlich ebenfalls drahtlos funktioniert.
Mit je einem dieser Fernbedienungs-Controller können bis zu vier Spieler pro Wii-Konsole miteinander oder gegeneinander antreten. Dabei sollte der maximale Abstand nicht mehr als 10m betragen, bei Nutzung der Sensorleiste ist die Reichweite auf 5m beschränkt.

Anschlüsse
Die Wii-Konsole verfügt über 4 Anschluss-Buchsen für GameCube-Controller. Dazu kommen 2 Steckplätze für GameCube-Speicherkarten und ein SD-Kartensteckplatz.
Zwei USB 2.0-Anschlüsse sorgen für universelle Erweiterbarkeit und eine weitere Anschluss-Buchse ist für die Sensorleiste zur optischen Datenübertragung vom Wii-Controller, gedacht.

Internet
Die Wii-Konsole verfügt über eine drahtlosen WiFi-I/O-Einheit, die über den Standard 802.11b/g eine Verbindung zum Internet aufbauen kann. Eine Besonderheit ist die Fähigkeit der Konsole, sich auch im Stand-by-Modus mit dem Internet zu verbinden und so ohne Zutun des Nutzers alle Datenbestände aktuell zu halten und daneben noch für Überraschungen zu sorgen.
Kompatibilität
Die Konsole kann mit GameCube-Spielen umgehen und sogar die Controller des Vorgängers können mit der Wii eingesetzt werden. Darüber hinaus ist es möglich, sich über die WiFi Connection mit Nintendo DS Geräten zu verbinden und Daten auszutauschen.
Weiterhin ermöglicht die Virtual-Console-Funktionalität der Konsole eine bisher nicht da gewesene Abwärtskompatibilität auch zu Titeln ehemaliger Konkurrenzsysteme, z.B. von Sega. Die unterstützten Systeme sind derzeit NES, SNES, N64, Sega Genesis und Turbo Grafx. Retro-Titel dieser Systeme wird Nintendo über seine Online-Plattform zum Kaufen und Herunterladen anbieten.
